Dies ist die Seite des ev. Kindergarten Schloss Ricklingen.
Hier finden Sie aktuelle Informationen mit Bildmaterial ueber den Kindergarten,
seine Arbeit und eine Entwicklung in der paedagogischen Arbeit im Elementarbereich,
die sich offener Kindergarten nennt. Diese Idee von Kindergartenarbeit will
sich den veraenderten Bedingungen von Kindheit heute stellen und das Thema
Bildung, verstanden als Persoenlichkeits- und Sachbildung, verstaerkt in die
Konzeption mit aufnehmen. Es geht um die Individualisierung von Lernprozessen
in einem Rahmen von Vertrauen, Geborgenheit in einer annehmenden Beziehung
und auf einer Ebene des Verstehens, und der Herausforderung zum Lernen. Dies
erreichen wir durch ein differenziertes Raumprogramm mit Gelegenheitsstrukturen
für die Selbstorganisation von Lernprozessen (vorbereitete Umgebung) und durch
Angebote, bzw. Projekte, bei denen die Erzieherin zur Fachfrau für einen Bereich
wird. Gemeinschaftserfahrungen bieten Vollversammlungen, Feste, und andere
Veranstaltungen. Es lohnt sich also diese Site genauer anzusehen.
Mit der Erkenntnis, dass Lernen und Entwicklung nicht von
außen "machbar" ist, sondern vom Kind nach einer inneren Dynamik
selbst gesteuert wird, verändert sich auch der Begriff der päd. (Lern) - Zielsetzung.
Aus Zielen werden Absichten. Aus dem "du sollst" (das jetzt lernen,
weil ich besser weiß, was für deine Entwicklung nötig ist) wird ein "du
kannst" (unter einer Vielfalt an Möglichkeiten auswählen, was zu deinen
Lernbedürfnissen passt). Wir schaffen Chancen, geben Anregungen und Impulse.
"Du bestimmst mit deinem Interesse und deiner Lust auf die Welt deinen
individuellen Lernweg."
"Lehre mich nicht, lass mich lernen." Wichtig sind
für uns, Kindern zu vermitteln, wie man Wissen erwirbt. Dabei haben nicht
fertige Ergebnisse, sondern die Prozesse des Erwerbs im Forschen, Fragen,
Zuordnen und Experimentieren eine große Bedeutung.
Die zukünftige Wissensgesellschaft wird Menschen brauchen,
die mit Selbstbewusstsein, Engagement, viel Lernbereitschaft und großer Flexibilität
auf immer neue Lernanforderungen reagieren können und in der Lage sind, kommunikativ
und kooperativ zusammenzuarbeiten. Zukünftig wird wieder ein hohes Maß an
persönlicher und sozialer Intelligenz verlangt. Für diese wichtigen Kompetenzen
werden alle elementaren Grundlagen im Kindergartenalter gelegt. Dieser Aufgabe
muss sich der Elementarbereich stellen.
Wenn Kinder intensiv und selbstvergessen spielen, lernen sie
auch. Sie lernen nach ihrem Tempo, ihrem Wissensstand, meist ganz spontan
und nach ihren individuell geprägten Bedürfnissen. Freispielzeit ist immer
auch Lernzeit und sollte nicht unterschätzt werden. Im Gegenteil, stimmen
mit einer gut vorbereiteten Umgebung die Voraussetzungen, ist Freispiel die
"Königsdisziplin" des Lernens.
Ein wesentliches Element unserer pädagogischen Arbeit stellt
die Ausstattung und Gestaltung der verschiedenen Spielräume dar. Sie sollen
vielfältige, anregende und an den Kindern orientierte Möglichkeiten zum handelnden
Lernen bieten und dabei in ihrer Funktion für die Kinder eindeutig erkennbar
sein. Sie schaffen mit ihrer Gestaltung und Ausstattung Gelegenheitsstrukturen
für die Selbstorganisation der Lernprozesse der Kinder. Zugleich werden Bereiche,
in denen die Mitarbeiter/innen mit ihrem Schwerpunkt tätig sind, so ausgerichtet,
dass sie den Erfordernissen ihrer Arbeit dort gerecht werden.
Der für alle verbindliche Tagesablauf wird besonders durch
den Wechsel zwischen Versammlungs-, Angebots- und Freispielzeit bestimmt.
Er bietet neben dem Raumprogramm, Orientierung und Struktur.
Mit der Erkenntnis, dass Lernen und Entwicklung nicht von
außen "machbar" ist, sondern vom Kind nach einer inneren Dynamik
selbst gesteuert wird, verändert sich auch der Begriff der päd. (Lern) - Zielsetzung.
Aus Zielen werden Absichten. Aus dem "du sollst" (das jetzt lernen,
weil ich besser weiß, was für deine Entwicklung nötig ist) wird ein "du
kannst" (unter einer Vielfalt an Möglichkeiten auswählen, was zu deinen
Lernbedürfnissen passt). Wir schaffen Chancen, geben Anregungen und Impulse.
"Du bestimmst mit deinem Interesse und deiner Lust auf die Welt deinen
individuellen Lernweg."
Aus
den Antworten wurden von uns folgende Grundannahmen über den Menschen gebildet.
Besonders gelten folgende Annahmen natürlich dem Wesen des Kindes und den
Bedingungen für möglichst gute Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten im Kindergarten.
Die
Antworten, so eine wichtige Erfahrung vorweg, sind jedoch universell für alle
Menschen gültig, denn ein Kind unterscheidet sich strukturell nicht von einem
erwachsenen Menschen.
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Es
gibt keinen Grund für uns Erwachsene, in Kindern unreife, unfertige und
nur halbe Menschen zu sehen, obwohl oder nur weil wir ihnen an Erfahrungen
und Wissen voraus sind.
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Wir
gehen von einer Gleichwertigkeit und Gleichwürdigkeit zwischen uns und
den Kindern aus. Diese Gleichheit auf der Ebene des Menschseins ist die
Basis unserer Beziehungsgestaltung. Achtung, Wertschätzung und unbedingtes
Vertrauen, damit ist auch Vertrauen in die Entwicklungskräfte eines Kindes
gemeint, gehören zu unserem Selbstverständnis.
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Ebenso
bedeutsam ist die Einsicht in die Individualität, die Einzigartigkeit
eines jeden Menschen.
Diese
Werte und Erkenntnisse bilden eine Richtschnur für unsere Haltung zu den Kindern,
bzw. zu anderen Menschen. Sie legen auch die Grundlagen für eine gutes Lernklima
im Kindergarten und damit für eine gute Entwicklung jeden Kindes, denn nur
in einer Atmosphäre der Würde und des Vertrauens kann man sich wohl fühlen
und ungestört Erfahrungen mit sich, mit anderen Menschen, der Natur und Umwelt,
schließlich mit Gott machen - ganz nach individuellem Tempo und spontaner
Erfahrungslust und ohne den Druck, anders sein und nach den Vorstellungen
Anderer funktionieren zu müssen.
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Ein
Kind ist einweltoffenes Wesen. Es will lernen
und sich entwickeln und orientiert sich dabei an seinen Vorbildern. Dabei
ist es Selbstgestalter seiner Entwicklung.
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Man
kann ein Kind nicht entwickeln. Ein Kind muss seine gewaltige Entwicklungsleistung
selbst erbringen und weiß in der Regel, was für seine Entwicklung richtig
ist.
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Kinder sind Forscher. Sie erforschen eigenständig, mit einer ihnen eigenen
inneren Dynamik die ihnen gebotene sachliche und soziale Welt.
Diese
Aussagen mögen für manche Ohren ungewohnt klingen, sie sind jedoch nur konsequent,
wenn man sie aus erkenntnistheoretischer, bzw. neurobiologischer Sicht sieht.
Die Folgen daraus sind:
a. Freiheit für Spiel und Bewegung als wichtigstes Lebens- und Erfahrungselement
und Offenheit für die Bildungsbedürfnisse der Kinder in einem anregenden und
zu neuen Lernerfahrungen herausfordernden Rahmen und in einer vorbereiteten
Umgebung, die die Selbstorganisation von Lernprozessen ermöglicht.
b. Eine Halt gebende, Orientierung und Sicherheit bietende erwachsene
Begleiterin, die auf die individuellen Bindungsbedürfnisse der Kindern
eingeht und die auch in ihrer Erfahrungs- und Erlebnislust, ihrem Drang nach
Wissen, ihrer „Lust auf Welt" genügend Anregungen bietet und Kinder so
mehr mit unserer Kultur bekannt macht.
Aus
dieser systemischen Sicht ergibt sich, nicht das Kind ändern zu wollen, sondern
die Strukturen in denen es lebt und schließlich sich selbst, damit ein Kind
andere und vielleicht sinnvollere, vernünftigere und sozial verträglichere
Handlungsweisen erlernen kann. Dabei suchen wir mit den Kindern eine Basis
des Verstehens. Verstehen heißt jedoch nicht alles zu billigen und jedes Verhalten
zu akzeptieren. Wir bieten den Kindern hier Regeln des Zusammenlebens.